Bei schnell wachsenden Tumoren
Artesunat Infusion
Schädigung und Zerstörung von Krebszellen
Artesunate Krebstherapie
Artesunat (oder auch Artesunate) kann im Rahmen einer Krebstherapie vierfach positiv wirken:
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Was ist Beifuß?
Artesunate bzw. Artesunat ist eine Substanz, die aus einjährigem indischen Beifuß gewonnen wird. Der Wirkstoff kommt in der Therapie von Malaria- und Krebserkrankungen zum Einsatz.
Selektiver oxidativer Stress
So kann eine Artesunat-Infusion auf Krebszellen wirken
Krebszellen speichern bedeutend mehr Eisen als gesunde Zellen. Der pro-oxidativ wirksame biologische Krebstherapie-Wirkstoff Artesunat geht in eisenhaltigen Zellen mit Eisen eine Oxidationsreaktion ein, die sogenannte Fenton-Reaktion. Das dabei entstehende Sauerstoffradikal Wasserstoffperoxid kann Zellen schädigen und zum Absterben der Zellen führen. Dieser als Ferroptose bekannte Mechanismus wurde erstmals im Jahr 2012 bekannt und spielt sich aufgrund des hohen Eisengehaltes fast ausschließlich in Krebszellen ab: diese sterben quasi den „Eisentod“. Zum Thema Ferroptose wird weltweit intensiv geforscht.
Artesunate ist einer der stärksten biologischen Krebstherapie-Wirkstoffe. Daher setzen wir die Artesunat-Infusion insbesondere bei schnell wachsenden Tumoren ein. Kombiniert wird Artesunate meist mit Amygdalin, DCA, ProcCluster®-Procain und der Ozon-Eigenbluttherapie, weil wir mit diesem Therapiekonzept im Rahmen der integrativen Onkologie regelhaft sehr gute Ergebnisse erzielen.
Medizin-„Nobelpreisträger“ 2015
Artesunat hat eine stark entzündungshemmende Wirkung und ist unter anderem aus der Malaria-Therapie bekannt. 2015 wurde der Nobelpreis für Medizin für die Erkenntnisse im Bereich der Artesunat-Forschung verliehen.
Wir verwenden Artesunate ausschließlich als Trockenextrakt, hergestellt in höchstmöglicher Qualität in einem Reinraumlabor. Gut zu wissen: Wir stellen die endgültige Infusionslösung erst kurz vor der Verabreichung an die Patient:innen in unserer Praxis her, um im Optimalfall die beste Wirkung erzielen zu können.
Zur Einhaltung unseres Sorgfalt-Versprechens führen wir regelmäßige Laborkontrollen durch, um eine sichere Anwendung von Artesunat als Infusion zu gewährleisten.

Häufige Fragen zur Anwendung von Artesunat-Infusionen
Die meistgestellten Fragen zur Anwendung von Artesunat-Infusionen in der Privatpraxis Dr. Gassmann beantworten wir Ihnen gerne an dieser Stelle. Für vertiefende Fragen sprechen Sie gerne eine Mitarbeiterin unseres Praxisteams oder uns Ärzte an.
1. Was ist der Unterschied zwischen Artesunat und Artemisinin?
Artesunat ist ein Artemisinin-Derivat und wird aus Artemisia annua gewonnen. Es ist ein klar definiertes biologisches Medikament, das in der innovativen biologischen Krebsbehandlung Anwendung in Form von Infusionen findet.
2. Wie läuft eine Behandlung mit Artesunate-Infusionen ab?
Artesunate-Infusionen werden bis zu dreimal pro Woche angewendet. Bei Eisenmangel und niedriger Transferrin-Sättigung, welche regelmäßig in unserer Praxis bestimmt werden, verabreichen wir zusätzlich Eisen-Infusionen, da Artesunate durch Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) vor allem in stark eisenbeladenen Zellen seine zytotoxische Wirkung entwickelt. Eine Infusion mit Artesunate dauert etwa 40 Minuten.
3. Gibt es Nebenwirkungen und Kontraindikationen bei der Krebsbehandlung mit Artesunate-Infusionen?
Langfristig kann eine intravenöse Anwendung von Artesunat-Infusionen zu Blutarmut (Anämie) führen. Bei Hb-Werten unter 9 -10 mg/dl (je nach klinischem Zustand des Patienten) wenden wir keine Artesunat-Infusionen an. Im Anschluss an die Behandlung kann man sich für einige Stunden müde fühlen, was durch die Bildung von Sauerstoffradikalen in den Krebszellen zu erklären ist. Wichtig bei einer Behandlung mit Artesunat-Infusionen ist eine regelmäßige Kontrolle aller wichtigen Blutwerte (z. B. Blutbild, Leber- und Nierenwerte).
4. Gibt es in Deutschland wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit von Artesunat-Infusionen bei Krebszellen?
Ja, Wissenschaftler des BioQuant-Zentrums der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) veröffentlichen ihre Ergebnisse 2011 im Journal of Biological Chemistry. Sie konnten zeigen, dass Eisen bei Brustkrebszellen eine entscheidende Rolle bei dem durch Artesunat induzierten progammierten Zelltod (Apoptose) spielt. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass Apotose nur in Brustkrebszellen und nicht in gesundem Brustepithelzellen ausgelöst wird.
5. Was ist der Vorteil der Wirksamkeit von Artesunat-Infusionen im Vergleich zu anderen biologischen Wirkstoffen?
Artesunat-Infusionen können besonders gut bei schnell wachsenden Tumoren wirken und bringen im Vergleich oft schnell messbare Ergebnisse, zum Beispiel die Reduktion des Tumormarkers.
6. Können Artesunat-Infusionen mit anderen Therapien kombiniert werden?
Auf jeden Fall, vor allem mit anderen biologischen Therapien wie Amygdalin-, Curcumin- und Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen. Letzte verstärken in hohen Dosen den pro-oxidativen Effekt, der zu einer Abtötung von Krebszellen führen kann. Des Weiteren können Artesunat-Infusionen sinnvoll und erfolgreich mit anderen medizinischen Behandlungen wie der Ozon-Eigenblut-Therapie und der Hyperthermie kombiniert werden, um die Wirksamkeit zu erhöhen. Den Erfolg dieser Krebsbehandlung messen wir im Verlauf durch die Bestimmung von Tumormarkern und der zirkuliernden Tumorzellen (Cancer Genetics – circulating tumor cells).