Integrative Onkologie
– Wann sind alternative Wege sinnvoll?

Insulinpotenzierte Chemotherapie (IPT), MTX-HSA und biologische Krebstherapie in Verbindung mit Hyperthermie

Vortrag im Rahmen des Online-Symposiums Krebs Dr. Klinghardt

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Willkommen zu meinem Vortrag,

seit 15 Jahren sind meine Frau und ich als niedergelassene Ärzte tätig, 10 Jahre in der hausärztliche Versorgung und in der Regelversorgung bis 2015. Seit 2015 haben wir eine Praxisklinik im schönen Münstertal (Schwarzwald), also eine Tagesklinik für Regulationsmedizin für integrative Onkologie und das soll auch der Inhalt des Vortrags heute sein.

Dr. Christoph Gaßmann

Zusammenarbeit zwischen Onkologie und Radioonkologie

Meine Frau und ich waren beide in der Onkologie, in der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg Anfang der 2000er. Daher kennen wir auch die andere Seite, die normalen Chemos. Jetzt hat sich das seit 10 Jahren entwickelt, dass wir Menschen komplementär-onkologisch begleiten. Die komplementäre, biologische Onkologie baut sich immer auf den Besonderheiten des Stoffwechsels, auf den Unterschieden zwischen den Tumorzellen und den gesunden Zellen auf. Von daher haben wir eine zielgerichtete Therapie. So auch die zwei Chemotherapien, die ich vorstellen möchte. Unser Herz ist natürlich die biologische Krebstherapie, die wir immer zuerst machen. Andere Therapien eigentlich nur wenn es unbedingt sein muss. Regulationsmedizin sollte aber auch immer dabei sein. Darauf komme ich am Schluss, weil nur gegen Krebszellen schießen definitiv keine gute Idee ist. Wir müssen immer den ganzen Körper im Blick haben. Das Immunsystem sowieso, aber auch die anderen biologischen Systeme. Sehr gut ergänzen lassen sich alle Therapien mit der Hyperthermie. Wir sind froh, dass wir beide Hyperthermie-Verfahren anbieten können.

Spannungsfeld Onkologie / Alternativmedizin

„Das eine tun, aber das andere nicht lassen“

Spannungsfeld-Onkologie-Alternativmedizin

Leider muss ich Sie zu Anfang ein bisschen schockieren. Dieses Bild habe ich ausgesucht, weil die Patienten ja zu uns kommen und erzählen: „Erstmal war ich in der Uniklinik und das geht ja gar nicht. Die Ärzte waren total unfreundlich und Chemotherapie mache ich nicht und lasse mich auch nicht operieren oder bestrahlen. Ich will ihre biologische Chemotherapie machen.“ Diese Patientin war vor 4 Jahren bei uns. Sie war lang mit sehr milden Therapien behandelt worden. Ein bisschen Vitamin C, ein bisschen DMSO, Ernährungsumstellung. Ich zeige diese Patientin deswegen, weil wir uns immer wie klar machen müssen, dass wir nicht die einzigen Heilsbringer sind. Patienten die gar nicht operiert sind und keinen Schul-Onkologen gesehen haben, teilweise ahnungslos irgendwo begleitet durch einen wohlwollenden Therapeuten in absolut schreckliche Situationen gelangen können. Diese Patientin hat nicht mehr meditiert, war auch egal, weil sie Alkoholikerin war. So viel Leid habe ich zu meinen Zeiten, als ich noch in der Schul-Onkologie unterwegs war nie gesehen. Manchmal ist eben doch eine Operation sinnvoll. Das hätte der Patientin initial helfen können. Mein Motto ist immer: „Das eine tun, das andere aber nicht lassen.“

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Was können wir den Patienten wirklich anbieten?

Wo ist es sinnvoll und ist es eben auch sinnvoll andere Therapien, klassische Therapien zu machen? Was bedeutet Patientenwunsch? Die Patienten wollen viel, vor allem, wenn sie Angst haben. Die kommen her und lehnen erstmal alles ab. Wie gut sind sie wirklich informiert? Was sagen die Angehörigen? Wir brauchen viel Zeit für diese Patienten am Anfang. Unsere Pflicht ist es auch definitiv auch über das gesamte Spektrum der Onkologie aufzuklären. Was haben sie für Chancen bei uns? Was haben sie für Chancen in der klassischen Onkologie? Und womit müssen sie auf beiden Wegen rechnen?

Unsere Patienten müssen sich beim Onkologen vorstellen. Wir müssen auch die wichtigsten Angehörigen zu dem Thema hören. Wir machen auch einen schriftlichen, individuellen Therapievertrag und nehmen uns da viel Zeit. Dann können wir auch loslegen und haben eine gute Beziehung zu den Patienten.

Stärken und Schwächen der klassischen Onkologie

Klassische Onkologie - Vorteile: Datenlage, Erfolge, Forschung, Fortschritt; Nachteile: Toxizität, Rezidiv-Situation, Organ-Störung, Palliation

Kurz zur klassischen Onkologie aus meiner Sicht. Es gibt auch Vorteile in der klassischen Onkologie: Die haben die Daten, die von den Pharmakonzernen gesammelt werden. Und wenn jemand das möchte, dann muss er sich halt einfach anders behandeln lassen. Wir haben die Erfahrung aus der Erfahrungsheilkunde heraus, was ja auch gut ist. Aber die Datenlage spricht natürlich für die Schul-Onkologen. Die haben auch Erfolge wie z.B. beim Lymphom, z.B. am Hodenkarzinom. Wenn ein junger Mann dasitzt und sagt er will sich mit Amygdalin / Vitamin B17 behandeln lassen. Das würde ich jetzt nicht machen, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Es wird auch viel in die Forschung investiert, vor allem im Bereich der Immunonkologie und im Bereich der Targeted-Therapy. Ich werde auf Beides kurz eingehen. Ich finde es wichtig, dass auch wir, die wir alternativ und komplementär beraten, auch einschätzen können, wie die Vorschläge vom Tumorboard zu bewerten sind. Auch hier gibt es Fortschritte, ich bin mittlerweile auch ganz begeistert von den Fortschritten im Bereich der Radio-Onkologie. Das ist so wie beim Computer oder beim Handy: Die Kisten sind heute besser als noch 2013. Deshalb lohnt sich es auch mit Leuten zu kooperieren, die wirklich gute Geräte haben und sich da auch Zeit nehmen.

Wir haben eine hervorragende Kooperation mit dem Strahlenzentrum in München. Da sind nette, junge Ärzte mit den besten Geräten. Das kann gut funktionieren. Das sind reine Schulmediziner aber die schätzen auch unsere Arbeit und das freut uns sehr. Natürlich haben wir auf der Negativseite auch viele Argumente gegen die Schulmedizin. Das steht außer Frage. Wir haben die massive Toxizität, auf die ich gleich eingehen werde. Da gibt es Organstörungen und insgesamt kann man sagen je länger die Krankheit schon besteht, je fortgeschrittener die Erkrankung ist, wenn wir das zweite, dritte, vierte Rezidiv haben und die dritt-, viert-, fünft-linige Therapie von der Uniklinik vorgeschlagen wird, umso größer werden unsere Argumente anders zu behandeln. Wenn es auch um die Palliativ-Situation geht, wenn Patienten kachektisch sind, wenn sie psychisch niedergeschlagen sind, dann sind auch die familiäreren Konzepte in kleinen Praxen und Tageskliniken ein großer Vorteil, auch von der Führung der Patienten.

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Onkologische Realität: Neue Wege indiziert?

Onkologische Realität: Neue Wege indiziert? Die Überlebensraten in der Schulmedizin / Onkologie

Hier möchte ich kurz auf ein Horror-Beispiel der Schulmedizin eingehen: Bauchspeicheldrüse, Pankreas-Karzinom. Wenn solche Zahlen über die Ergebnisse solcher Behandlungen sehen, haben wir natürlich etwas dagegen zu bieten. So schlecht fahren die Leute nie bei uns. Nach einem Jahr leben durchschnittlich noch 33% der Patienten mit metastasiertem Pankreas-Karzinom, nach zwei Jahren 17% und nach fünf Jahren will man gar nicht mehr hingucken. Und dann werden dann immer die Vergleiche der einen Chemotherapie mit der anderen verglichen. Und das ist dann signifikant: Hazard-Ratio 0,72 hört sich ganz großartig an. Wenn man es ganz genau anschaut, hat der Patient unterm Strich noch nicht mal 8 Wochen Zeit dazugewonnen in seinem Leben. Dabei wurde die Lebensqualität durch Hinzunahme von Abraxane auch noch eingeschränkt. Da kann man sicherlich viele Alternativen anbieten um den Patienten eine bessere Lebensqualität und auch eine längere Lebenszeit zu schenken.

Evidenzbasierte Onkologie

Evidenzbasierte Onkologie - Klassische Chemotherapie macht hohe Dosierungen mit entsprechenden Folgen nötig und wirkt trotzdem nur kurz..

Zur klassischen Tumortherapie / Chemotherapie möchte ich auf Folgendes hinweisen: Tumorknoten bestehen ja nicht nur aus Tumorzellen, sondern da ist ja ein ganzen Mikro-Environment aus Tumorzellen, aus Bindegewebszellen, auch Immunzellen und da haben wir innerhalb dieses Konglomerats erstens mal durch die gestörte mitochondriale Funktion eine starke Laktat-Bildung. Wir haben eine Bildung eines sogenannten Säureschutzmantels mit großen Problemen, auf die ich nachher noch eingehen werde. Und wir haben einen hohen Innendruck im Tumor. Wir haben Sauerstoffmangel, das heißt, um eine klassische Chemotherapie überhaupt erst einmal in die Nähe der Tumorzelle zu bringen, an den Tumorknoten dran und in diesen rein, dafür sind einfach unsinnig hohe Dosen nötig im Normalfall. Wenn man da nicht mit Tricks arbeitet, mit biologischen Carrier-Funktionen, wie das eben im Rahmen von Insulin und auch der Albumin-Carrier-Therapie gemacht wird. Mit den entsprechenden Nebenwirkungen in der klassischen Chemotherapie. Die Toxizität ist so hoch, dass sie da teilweise nur alle drei Wochen behandeln können. Da frage ich mich: Die Chemotherapie wirkt zwei Tage und dann ist zwanzig Tage gar nichts. Da werden dann auch nicht alle Zellteilungszyklen erreicht, weil nur da greift ja die Chemotherapie. Das bedeutet, dass wir das Riesenproblem haben, dass wir viel zu viel Tox haben und viel zu wenig Wirkung auf der anderen Seite.

Kurz zum Durchbruch Immuntherapie, Checkpoint Inhibitoren: Das wurde ja wahnsinnig gehyped vor fünf, sechs, sieben Jahren. Es wird schon deutlich ruhiger. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wie dann trotz eigentlich sehr dünner Datenlage am Ende in der Palliativ-Situation dann immer noch mal die 100.000-Euro-Therapie gezückt wird. Es gibt dann halt marginale Vorteile und weil man nichts anderes hat, macht man das, obwohl es eben aus unserer Sicht auch andere Optionen gäbe. Auf die Kosten will ich gar nicht eingehen. Auch die haben nur 25% Ansprechrate über alle Entitäten drüber. Da ist das Melanom drin. Das heißt, es wird ja dann auch bei anderen Tumor-Entitäten diese Option gewählt, obwohl eigentlich nur ein wirklich minimaler Benefit zu erwarten ist. Insgesamt profitieren davon eigentlich sehr wenige.

„Targeted Therapy“ – das Ende eines Mythos

Targeted Therapy: Kaum relevante Targets gefunden, Medikamenten-Design schwierig, im Krankheitsverlauf teils beträchtliche Nebenwirkungen

Als ich in der Onkologie war Anfang der 2000er, da waren wir wirklich alle total begeistert. Damals war ich ja noch Schulmediziner. Jeder hat gedacht, dass es Brustkrebs und Darmkrebs gar nicht mehr gibt. Sondern wir haben da diese Oberflächenmarker und die Pharmaindustrie bastelt uns da irgendeinen Anti-Körper drauf und damit ist es erledigt. Und man war so begeistert von den Erfolgen von Glivec, dass man den Cancer Ginome Atlas 2006 ins Leben gerufen hat. Er sollte praktisch die Mutationen kartieren und den einzelnen Tumor-Entitäten zuordnen. Das Ergebnis war enttäuschend: Man konnte pro Tumor-Entität höchstens 17% Übereinstimmung finden. Das war das eine Problem. Das auch nicht immer die gleiche Mutation da war und dann innerhalb der Tumor-Entität war es dann auch noch so, dass wenn unterschiedliche Metastasierungen da waren (oder primär Tumor-Leber-Metastasen), dass da auch unterschiedliche Mutationen da waren, sogar innerhalb eines Herdes hat man in unterschiedlichen Zellen unterschiedliche Mutationen gefunden. Das heißt: Die Idee, dass ich den Signal-Übertragungsweg kenne und blockieren muss und kann zielgerichtet darauf eine Therapie setzen, das war ein schöner Gedanke. Das hat sich dann aber letztlich nicht in die Realität umsetzen lassen. Erwartungen wurden nicht erfüllt, es war sehr schwierig die Targets überhaupt zu definieren und darauf ein Design für ein Medikament zu konstruieren.

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James Watson: Fokus Stoffwechsel statt Genetik

James Watson (entschlüsselte die DNA) meinte 2009 im Zuge des Cancer Genome Atlas, dass Targeted Therapy kein Wundermittel in der Behandlung von metastasierten Karzinomen ist.

Dieser Herr der „Mister Kinetics“, James Watson. Er ist sozusagen der Erfinder der Alpha-Doppelhelix. Ein absoluter Genetiker. Für ihn gibt es nur Molekularbiologie und der ist schon 2009, also vor zwölf Jahren vor die Presse gegangen und hat gesagt, dass der Cancer Genome Atlas ein Flop war. Er hat uns damals mit auf den Weg gegeben, was wir in der Erfahrungsheilkunde schon immer machen: „Schaut nicht so sehr auf die Genetik, schaut auf die Zelle, auf die Biochemie, schaut auf die Mitochondrien.“ Der Tumorstoffwechsel ist im Fokus. Wir waren jetzt lange am Start als Molekularbiologen, alle haben gedacht, wir können das Problem lösen und es ist nicht so. Und das sagt wirklich der Kopf dieser ganzen Bewegung. Die Realität war jedoch: Die Pipelines waren voll, damit verdient man das Geld. Und neulich war ein Gutachten zu meiner Therapie da und meinte, „ja Chemo macht ja sowieso keiner mehr. Wir machen ganz schicke „Targeted Medicine“.“ Das heißt: Die Medizin ignoriert diese Erkenntnisse. Es wird immer so weiter gemacht, obwohl wir einfach ganz klar auch sehen: ein paar Monate Benefit aber der wirklich langfristige Erfolg ist dadurch auch nicht zu sehen.

DNA oder Stoffwechsel – was ist entscheidend?

Versuch: Einer Ratte wird Krebs-DNA eingepflanzt, erkrankt jedoch nur mit 1,4% Wahrscheinlichkeit an Krebs; Versuche 2: In Krebszelle wird gesunde DNA eingepflanzt: 97% Krebswahrscheinlichkeit

Hier zwei ganz spannende Versuche: Man hat zum einen aus einer Krebszelle die DNA rausgenommen, also die Informationen, die eben die böse Information Krebs auch trägt und man hat diese Krebsinformationen in eine gesunde Zelle implementiert, deren Zellkern man vorher entfernt hat. Die Annahme: Krebs-DNA in der Zelle, also muss sich da überall Krebs bilden. Das war aber nicht so: Nur 1,4% der Mäuse die damit injiziert wurden haben nur Krebs bekommen. Das heißt: Die DNA hat da jetzt gar nicht so wahnsinnig viel ausgemacht. Andersherum hat man die gesunde DNA aus einer gesunden Zelle entfernt und diese in eine Krebszelle eingeschleust. Das Ergebnis: Der Krebs ist geblieben. Das heißt: Die DNA, die Genetik scheint gar nicht das Hauptproblem zu sein, sondern eben alles was sonst noch so unterwegs ist im Zytoplasma: Mitochondrien und so weiter. Das stützt unsere These, dass Krebs primär eine mitochondriale Erkrankung ist und eine Stoffwechselerkrankung. Und das wir lange, lange, bevor Krebs entsteht, schon in der Regulations-Medizin Signale sehen, z.B. im Rahmen der mitochondrialen Dysfunktion, die wir ja behandeln können – was ich total faszinierend finde.

Stoffwechselstörung der Krebszelle

Stoffwechselstörung der Krebszelle: vermehrte Laktatbildung, Laktat fördert invasives Wachstum und Metastasierung

Störung der OXPHOS führ zu vermehrter Laktat-Bildung. Laktat wird von der Krebszelle missbraucht, um die Matrix zu destruieren, um Wachstum, Metastasierung voranzutreiben. Der Zuckerbedarfs ist dabei groß, weil dieser Weg, dieser nicht mitochondriale Stoffwechselweg sehr viel Energie verbraucht und von daher braucht die Zelle Glukose, sie braucht auch Proteine und das sind die Punkte, an denen wir dann später ansetzen.

Stoffwechsel der Krebszelle im Fokus neuer Ansätze

Stoffwechsel der Krebszelle im Fokus neuer Ansätze: ProcCluster DCA, IPT, MTX-HSA, Vegane Ernährung / Intervallfasten / Fasten, Hyperthermie

Wenn wir den Stoffwechsel in den Fokus unserer Therapie ziehen, dann haben wir einfach mal so verschiedene Ansatzpunkte herausgearbeitet, wo wir logisch, also biologisch arbeiten können. Das eine wäre der Warburg-Effekt selbst, also dieser Säureschutzmantel. Das andere wäre der erhöhte Zucker-Uptake und das dritte wäre der erhöhte Verbrauch von Eiweiß, vor allem Albumin. Beta-Oxidation kann die Tumorzellen natürlich auch wir nennen das „Fuel-Switch“. Also es ist halt auch naiv zu denken, dass man sich ketogen ernährt und der Tumor kann dann das andere gar nicht mehr verwerten, das ist laus meiner Sicht nr kurzfristig so. Man kann das sicherlich etwas unterstützten, aber der alleinige Heilsbringer ist aus meiner Sicht diese Ernährungsform langfristig nicht. Und die Hyperthermie setzt im Bereich des Stoffwechsels an.

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Warburg Effekt: Azidose der extrazellulären Matrix

Azidose der extrazellulären Matrix: ProcCluster - Aktivierung erst im sauren Milieu und Neutralisierung von Lakttat durch Hydrogencarbonat; Procain: anti-inflammatorisch: hemmt IL-1, IL-6, TNF-Alfa; DCA / Dichloracetat: Aktivierung der Pyruvatdehydrogenase und des mitochondrialen Stoffwechsel, Abschalten der Gärung (Laktat sinkt)

Konzentrieren wir uns mal auf den Warburg-Effekt. Da gibt es zwei Substanzen, die wir ganz regelmäßig einsetzen. Das erste ist Procain, da muss ich natürlich sagen, meine Frau und ich sind leidenschaftliche Neuraltherapeuten. Ohne Procain kommt bei uns keiner in die Praxis und verlässt sie auch nicht mehr. In dieser Form für die Matrix besonders geeignet ist das ProcCluster Procain, ein nicht-saures Procain. Es ist direkt mit dem Bicarbonat verclustert und wird dann erst in der Matrix ausgepackt und kann dann diese neutralisierende Wirkung ausüben. Procain selbst hat viele sehr günstige Effekte auf die Regulation des Menschen. Es ist anti-inflammatorisch, IL-1, IL-6, TNF-Alfa, löst die Apoptose aus, ist anti-mitotisch, aktiviert Tumorsupressor-Gene, auch für die Matrix, dass überhaupt unsere Medikamente irgendwo ankommen. Diese verschlackte Matrix, wird wieder in den physiologischen Solzustand überführt vom Gel-Zustand. Das ist etwas, das uns wahnsinnig in der Therapie hilft. Dichloracetat setzt direkt im Bereich der Laktat-Dehydrogenase an, die angekurbelt wird. Das heißt, der mitochondriale Stoffwechsel, die Atmungskette wird angekurbelt und dadurch können zwei Dinge passieren: Entweder die Zelle entscheidet sich dann doch wieder für einen besseren Weg oder sie findet den Weg in die Apoptose, weil dafür sind die Mitochondrien zuständig dieses einzuleiten.

Insulinpotenzierte Therapie

Insulinpotenzierte Therapie - Warum Insulin? ca. 5-fache IR-/IGF-1-Überexpression in fast allen Tumoren, v.a. Mamma-Ca, Prostata-Ca-Colon-Ca-, Ovarial-Ca; Insulin als Carrier für alle Stoffe, z.B. Chemotherapie; Insulin erhöht die Toxizität der Chemotherapeutika im Tumor, Insulin aktiviert Zellteilung über IFG-1; Durch Insulin 66% statt 37% der Brustkrebszellen in Synthesephase

Glycolyse ist unser Ansatz. Also der der erhöhte Zucker-Uptake ist unser Ansatz für die IPT, die insulinpotenzierte Chemotherapie. Ist auch die Rationale dafür, dass wir kohlenhydratarme Kost empfehlen. Intervallfasten und Fasten sind sowieso sehr gesund. Aber auch im Rahmen der Chemotherapie, wie wir gleich sehen werden. Jetzt zuerst zum ersten Kernthema: Insulinpotenzierte Chemotherapie. Warum macht man das?

Insulinpotenzierte Therapie - Überexpression IR / IGF-1

Es gibt eine Überexpression von Insulin-Rezeptoren und IGF1-Rezeptoren, also „insulin like growth factor“-Rezeptoren um den Faktor ca. 5. Das heißt, eine Tumorzelle braucht so viel Zucker, dass sie ungefähr 5x, 3-8x so (je nach Tumor-Entität) Insulin-Rezeptoren exprimiert. Insulin ist ein Carrier-Stoff nicht nur für Zucker, sondern für alle Stoffe, die ich gebe. Ich kann alles durch Insulin besser in die betroffene Zelle einschleusen, auch z.B. eine Chemotherapie. Das nächste ist das Insulin eben auch die Toxizität der Chemotherapie im Tumor deutlich erhöht und das Insulin die Zellteilungsaktivität ankurbelt. Also doppelt so viele Zellen – 66% statt 37% der Brustkrebszellen in einem Versuch. Während der Synthese-Phase, kurz vor der Replikation. Das ist hilfreich, weil in der Phase, in der der Tumor sich nicht teilt, können wir ihn natürlich mit der Chemotherapie auch nicht erreichen. Das Gleiche auch noch mal grafisch dargestellt: Die Krebszelle mit fünfmal so viel Insulin-Rezeptoren, IGF1-Rezeptoren im Vergleich zur gesunden Zelle. Wir senken mit ein paar Einheiten Insulin den Blutzucker ab.

Insulinrezeptor - Insulin verändert die Struktur des IR: Öffnung des Membranproteins, Aufnahme von Glukose und anderen Substanzen ermöglicht

So sieht ein Insulin-Rezeptor aus. Das ist ein elektronen-mikroskopisches Bild, ganz aktuell 2018 in Cell Biogogy publiziert. Das heißt, wenn Insulin kommt, wird der wie so ein Kanal und darüber können dann eben auch Therapien oder eben Zucker eingeschleust werden.

Geschichte & Ablauf der Insulinpotenzierten Therapie

Geschichte der Insulinpotenzierten Therapie: Dr. Donato Perez Garcia; 1920 erste Anwendung als Wirkverstärker (

Dieser Herr ist Dr. Donato Perez Garcia III. Der erste hat die insulinpotenzierte Chemotherapie erfunden, praktisch als Insulin auf den Markt kam in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts und damit Syphilis-Kranke behandelt mit einer quecksilber-haltigen Verbindung und hat das Insulin als Zellöffner, als Wirkverstärker benutzt. Das war schon sehr abenteuerlich damals. Wir spritzen je nachdem wie der Zucker ist, zwischen vier und acht Einheiten Insulin. Damals wurden bis zu 100 Einheiten gespritzt. Man hatte damals kein Blutzuckermessgerät. Das heißt, es hat auch keiner gemerkt, wie viel Blutzucker noch da war. Auch das haben die meisten Menschen überlebt. Wir machen das heute viel zielgerichteter. Es läuft nach einem engen Schema ab und ist vollkommen ungefährlich. In den 40er-Jahren kamen erste Anwendungen mit Chemotherapie. Mitte der 40er-Jahre hat man mit den ersten Chemotherapien angefangen.

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Ablauf der insulinpotenzierten Chemotherapie

Ablauf der insulinpotenzierten Chemotherapie

Vormedikation brauchen wir auch. Ein bisschen Fortecotin brauchen wir, um die Resistenz-Entwicklung zu unterdrücken. So wird es zumindest gelehrt. Das wir praktisch den Körper in der Situation ein bisschen einlullen, damit er nicht anfängt stark zu reagieren und sich Gegenstrategien gegen die Chemotherapie überlegt. Deshalb brauchen wir auch ein bisschen Kortison. Ein bisschen Übelkeit macht das auch. Meistens reicht das MCP, wobei wir in letzter Zeit oft auch das Zofran dazunehmen. Dann kommt der Bolus, 5-7 Einheiten Insulin als Bolus. Das dauert dann je nach Patient ca. eine halbe Stunde, 20 Minuten, 30 Minuten bis die ganz langsam in den Zielbereich 40, 50 Blutzucker runtergehen. Sie spüren etwas Müdigkeit, sie schwitzen, es ist fast schon so ein leichter Trance-Zustand. Wir nutzen das teilweise auch so ein bisschen für Suggestionen. Die sollen dann auch mal in so eine Art Kurz-Meditation gehen. Man ist eh schon so müde und ein bisschen in einer anderen Welt und wenn man da fördernde Gedanken was sein Immunsystem angeht oder Visualisierungen hat, schadet das mit Sicherheit nicht.

Je nachdem was wir für eine Chemotherapie geben, müssen wir schon etwas früher anfangen. Wenn die auch schon eine Viertelstunde läuft, dann rennt uns der Zucker nachher davon. Und abgeschlossen wird das Ganze über eine Glykose-Infusion, die danach gegeben wird. Um die Therapie in die Tumorzelle sozusagen „reinzudrücken“. Das brauchen wir unbedingt. Die Krankenschwester ist permanent dabei. Das ist eine sehr intensive Betreuung für etwa eine Stunde, bis der Zucker wieder ganz oben ist.

Insulinpotenzierte Chemotherapie – Pro und Contra

Insulinpotenzierte Chemotherapie: Vorteile - sehr gut verträglich, schnelle Erholung, langfristige Gabe, integrativ; Nachteile: Zeit / Betreuung, Resistenz?, Kosten, fehlende Evidenz

Vor- und Nachteile: Es ist hervorragend verträglich. Patienten sind 1-2 Tage ein bisschen schlapp, das war es dann auch. Wir können wöchentlich behandeln, wenn wir das wollen. Wenn wir intensiv behandeln wollen, sogar zweimal die Woche, wenn „der Kittel brennt“ sozusagen. Wenn wir mehr Kontrolle brauchen, dann kann man auch mal mehr Toxizität bringen über den Weg und es ist trotzdem noch sehr gut verträglich. Man kann das lange geben. Die längste stabile Phase mit einer Kombination war fast ein Jahr. Diese Therapieform hat der Patientin ein Jahr geschenkt. Es ist auch sehr gut als integrative Methode, als Add-On zu einer biologischen Therapie einsetzbar. Negativ gibt es eigentlich nicht so viel. Ich habe einfach ein paar Sachen geschrieben. Aber Zeit und Betreuung ist ja nicht negativ. Wir schenken den Patienten viel Zuwendung, das wird eigentlich als sehr positiv empfunden, aber klar uns kostet es Zeit, aber das machen wir auch gerne. Die Kosten sind gar nicht so hoch, also wenn man jetzt noch rechnet, dass die Chemotherapie ja nur 20% kostet. Also man kann so 400-500 Euro pro Mal rechnen, insgesamt mit allen Infusionen drumherum. Auch den ganzen Materialkosten finde ich das machbar. Die Chemo kommt da noch obendrauf. Resistenz-Entwicklung ist natürlich keine Erfindung der IPT Chemotherapie. Das gibt es bei jeder Chemotherapie. Aber natürlich haben wir das auch. Es ist z.B. bekannt, dass Patienten irgendwann platin-resistent sind. Und natürlich wieder mal die Datenlage. Wir können keiner Versicherung beweisen, dass das irgendwie eine Wirksamkeit hat. Wir können es nur beobachten. Wir können Parallelfälle zeigen wie der Tumormarker runtergegangen ist. Aber es gibt natürlich noch keine Langzeitbeobachtungen. Es ist ein sehr individuelles Verfahren.

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Chemotherapie und Fasten / Intervallfasten

Fasten unterstützt die Chemotherapie und reduziert die Nebenwirkungen dieser.

Professor Michalsen hat uns sehr darin mit seiner Studie zum Thema „Fasten / Intervallfasten und Chemotherapie“ sehr unterstützt. Ich empfehle fitten Patienten immer, dass diese am Tag davor höchstens noch Frühstücken. Damit wir wenigstens die 24 Stunden haben. Manche sind auch so fortgeschritten im Fasten oder Kurzzeit-Fasten, dass sie eben schon den ganzen Tag davor nichts essen. Also 36 Stunden Fasten. Die Leute kommen besser durch. Wir haben weniger Nebenwirkungen, sogar Nebenwirkungen im Bereich des Blutbilds, auch weniger Müdigkeit. Dann muss man noch sehen, dass diese differenzielle Stress-Resistenz, das setzt immer beim Fasten ein, auch wenn man prophylaktisch fastet, das gesunde Zellen sehr stress-resistent sind und kranke Zellen, inflammatorisch verändert Zellen, tumorös veränderte Zellen haben eine wesentlich geringere Toleranz gegen Hypoxie. Sie sind richtig gestresst durch den Glukose-Mangel. Und wenn diese gestresste Zellen dann mit unserer oxidativen Therapie, mit der Chemotherapie traktieren, liegt es nahe, dass wir da auf jeden Fall bessere Ergebnisse haben.

Albumin-Carrier-Therapie mit Methotrexat (MTX-HSA)

Albumin-Carrier-Therapie mit Methotrexat (MTX-HSA): Koppelung von Methotrexat (MTX) an Albumin, Albumin bringt gekoppelte Substanzen (z.B. Methotrexat an den Tumor und schleust sie in die Tumorzelle ein. Albumin wirkt so als

Die nächste Chemotherapie ist die Albumin-Carrier-Therapie mit Methotrexat. Da geht es um Protein. Verbinden kann man das mit einer vegetarischen oder veganen Ernährung. Intervallfasten, Fasten. Die Albumin-Carrier-Therapie geht auf den Dr. Sinn zurück, der Ende der 90er-Jahre im deutschen Krebsforschungszentrum dazu geforscht hat mit seiner Arbeitsgruppe. Er hat beobachtet, dass Albumin verstärkt von Entzündungszellen / Tumorzellen aufgenommen wird. Ich werde ihnen noch ein paar Bilder zeigen. Wenn man jetzt eine Substanz an Albumin koppelt, wie in dem Fall Methotrexat. Dann wir das zunächst einmal in die Tumor-Region gebracht und in den Tumor eingeschleust. Dr. Sinn hat diese Therapieform als „Hochpräzisions-Chemotherapie“ bezeichnet, Albumin als „trojanisches Pferd“ das uns die Chemotherapie in einer ganz kleinen Dosis in die Zielzelle / Tumorzelle bringt.

MTX-HSA Grundlagen: Kovalente Bindung zwischen MTX und Albumin (HSA), Halbwertszeit 19 Tage -

Wir haben eine kovalente Bindung zwischen dem Albumin und dem Methotrexat. Es hat lange Zeit gebraucht, bis wir gutes MTX-HSA hinbekommen haben. Wir haben hier in Freiburg die Rieselfeld Apotheke. Das ist eine der Apotheken, die das mittlerweile sehr gut herstellt. Das Problem war von einigen Apotheken, dass wir keinen MTX-HSA hatten, sondern MTX und HSA, sprich, die Bindung hat nicht funktioniert. Das heißt, die Leute haben die 100mg MTX gleich mal am Tag eins reingeballert bekommen und haben dann gesagt, „naja, also ihre Therapie ist genauso schlecht verträglich wie so eine richtige Chemo“ und sie hatten auch recht damit. Also wichtig ist, dass wirklich sauber gearbeitet wird. Deswegen haben wir auch vor drei Jahren die Mitarbeiter von Dr. Sinn gewinnen können. Damals war Michael Denk aus der Albumin-Carrier-Stiftung auch federführend dabei, um dieses Knowhow aus 20 Jahren rüberzuziehen. Die haben dann mit der Freiburger Rieselfeld-Apotheke das aufgelegt. Der große Vorteil von MTX-HSA ist, dass wir eine Halbwertszeit von 19 Tagen haben. Das heißt, das ist so eine Art Dauertherapie, wir können alle Zellteilungszyklen damit erreichen. Auch der Vorteil, dass es selektiv in Tumorzellen oder entzündlichen Zellen freigesetzt wird. Durch die Albumin-Gabe haben wir immer noch Nebeneffekte, die wir immer gut gebrauchen können. Viele Krebspatienten haben Ödeme, haben Perikardergüsse, haben Körperergüsse, einfach aufgrund des Albumin-Mangels. Und Albumin darf ich natürlich nicht geben, weil der Tumor gleich alles aufbraucht und dann wieder einen Wachstumsreiz hat. Wenn ich aber das Albumin gebe als trojanisches Pferd und habe dann gleich auch noch die Chemotherapie im Schlepptau, dann ist das natürlich eine elegante Sache. Damit hat der Patient Albumin und eben auch eine Chemotherapie.

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Selektive Anreicherung von Albumin in Tumorzellen

Selektive Anreicherung von Albumin in Tumorzellen: Aminofluoreszin-Albumin (AFL-HSA) nach 48 Stunden in Krebszellen zur Markierung für Gioblastom-OP

Das ist jetzt kein MTX-HSA was ich Ihnen hier zeige. Das sind Bilder eine OP am offenen Gehirn. Und zwar hat man da Albumin mit einem Fluoreszenz-Farbstoff gekoppelt. Das ist jetzt gar keine Therapie, sondern eine Möglichkeit, Tumorgewebe einzufärben selektiv. Man sieht hier oben links den gesamten Tumor vor der Operation und sieht eben das Drumherum kein Albumin aufgenommen wurde. Also auch kein Fluoreszenz-Farbstoff, der hier aufleuchtet. Wir haben oben rechts nach einer Stunde Operation sieht man das praktisch schon nach der ersten Resektion wesentlich viel weniger Tumorgewebe da ist, nach der zweiten Resektion fast gar nichts mehr. Und nach der dritten Resektion sieht man überhaupt nichts mehr aufleuchten. Das heißt, die gesunden Zellen haben Albumin nicht aufgenommen. Und das ist die Aussage dieses Bildes. Man kann genau operieren, ist ja beim Gehirn nicht unerheblich, dass man da nicht nochmal einen Sulcus zu viel wegschneidet, der nachher wieder Probleme macht. Da möchte ich jetzt gar nicht groß drauf eingehen.

Aufnahme von MTX-HSA / Albumin-Carrier-Therapie

So wird MTX-HSA (HSA = Humanes Serum Albumin) aufgenommen durch Endozytose. Das MTX ist sofort wirksam, wenn man MTX so gibt. Z.B. ein Rheumatiker wird das in so eine Speicherform aufgebaut in Polyglutamate. Das findet hier nicht statt, von daher ist es besser steuerbar. Und MTX hemmt einfach hier einfach ein Schlüssel-Enzym der DNA- und RNA-Synthese (die Dehydropholat-Reduktase).

Antiphlogistische Wirkung von Methotrexat: hemmt Freisetzung von ROS und Lmyphozytenproliferation, hemmt Ausschüttung der pro-inflammatorischen Zytokine - starker anti-inflammatorischer Effekt

Was macht Methotrexat noch?

Wir haben eine starke entzündungshemmende Wirkung von Methotrexat. Also nicht nur tumorzellen-wachstumshemmend, sondern auch entzündungshemmend. Es ist sehr stark antioxidativ wirksam. Es hemmt die proinflammatorischen Zytokine und hat dadurch sehr stark antiinflammatorischen Effekt. Das kann man sehr gut nutzen, auch in der Tumorkrankheit. Weil Entzündung immer ein Trigger für Krebs ist. Wenn wir eine dauerhafte Entzündungshemmung haben durch MTX-HSA, dann kann das eine entscheidender Vorteil sein. Zusätzlich hemmt Methotrexat die Angiogenese, die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und die Umstrukturierung der Matrix und dadurch auch die Metastasierung. Rechts sehen wir nochmal ein Bild von einem Versuch bei einer Ratte, mit rheumatoider Arthritis und man sieht, dass die arme Ratte das Albumin nur in ihren aufgeschwollenen Pfotengelenken anreichert. Also nicht irgendwo anders. Es geht nur in entzündlich verändertes Gewebe.

Verarbeichung und UAW von MTX-HSA: Infusion über 30 Minuten, alle 2-3 Wochen; UAW:: Mucositis, Leberenzymerhühung, Hämatotoxizität; MTX-HSA durch kontinuierlichen Abbau sehr gut verträglich

Die Gabe ist ganz unkompliziert: Alle zwei bis drei Wochen wegen der langen Halbwertszeit ist ausreichend. Ist auch eine gute Therapie, um eine Urlaubszeit zu überbrücken. Wenn man jetzt Amygdalin macht, oder Curcumin, Vitamin C und fährt mal zwei, drei Wochen in den Urlaub. Dann kann auch vereinbaren, dass der Patient am letzten Tag nochmal vorbei kommt und man hat dann so eine Überbrückung. Mittlerweile ist es so, dass sich gezeigt hat, dass man die 100mg eher auf 50mg reduziert und es etwas häufiger gibt. Aber die Gabe ist extrem unkompliziert, man sie z.B. hier in Freiburg in der Rieselfeld-Apotheke bestellen und hat dann etwa eine halbe Stunde Infusionszeit und ist auch mit anderen Therapien kombinierbar. Mucositis als Nebenwirkung sehen wir schon. Also das ist durchaus das limitierend eigentlich. Leberzymerhöhung. Hämatotoxizität haben wir noch nie gesehen. Das ist jetzt nicht so im Vordergrund. Also durch diese kontinuierliche Abgabe, das ist wie wenn man in einen Sack ein kleines Loch reinmacht, wird das über drei Wochen abgegeben durch diese kontinuierliche Gabe ist es hervorragend verträglich.

Albumin-Carrier-Stiftung / Pro und Contra MTX-HSA

Albumin-Carrier-Therapie - Vorteile: Einfache Handhabung, kombinierbar mit anderen Therapien, anti-inflammatorische Wirkung; Nachteil: schwächer als IPT,

Das sind die beiden, die MTX-HSA lange Zeit vorangebracht haben. Die Petra Denck hatte ein Astro II und Erstdiagnose vor 8 Jahren. War damals beim Wolf Peter Brockmann in Hamburg, der hat Curcumin gemacht, Hyperthermie und eben MTX-HSA. Das war damals irgendwo gar nicht so wie heute. Das es überhaupt gewirkt hat war echt toll. Aber Michael Denck hat das ausgegraben. Er kannte den Dr. Sinn persönlich. Und dann war er so davon überzeugt, dass das die Therapie ist, dass er dann alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, dass die Petra Denck das bekommt. Und dann hat das auch noch super gut funktioniert. Petra ist heute gesund und war damals  schon rezidivierend. Es ist vollkommen verschwunden, durch diese Therapie von Dr. Brockmann in Hamburg. Und das war für die beiden so toll, dass sie die Albumin-Carrier-Stiftung gegründet haben. Heute ist es an ein Pharma-Unternehmen übergeben worden, die auch die Arzneimittelzulassung im Moment anstreben. Pro und Contra: Einfache Handhabung, kaum Nebenwirkungen, gut kombinierbar und vor allem, dass ist für mich immer wichtig, auch die gute anti-inflammatorische Wirkung. Contra: Es ist etwas schwächer. Bei der IPT können wir uns alles aussuchen, welches Chemotherapeutikum: Ich kann Platin nehmen, 5FU, Taxol, Vinorelbin etc. was auch immer. Hier haben wir „nur“ MTX. Die Biologen haben mir dann schon gesteckt, dass sie traurig waren, dass sie sich für MTX entschieden haben. Weil es nicht das stärkste ist. 350 Euro, da kann man drüber streiten, ob das teuer ist. Aber es ist eine gute Zusatzoption.

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Biologische Tumortherapie – Übersicht

Biologische Tumortherapie bestehend aus Amygdalin / Vitamin B17, Artesunate, Curcumin, Hochdosis-Vitamin-C

Biologische Tumortherapie mit Amygdalin / Vitamin B17

Amygdalin / Vitamin B17 in der biologischen Tumortherapie: In den Krebszellen reichert sich Zyan an

Vitamin B17 machen wir sehr viel. Wird sehr gut vertragen, wenn es gutes Material ist. Das ist wichtig, dass es hochrein produziert ist, dass es keine Autoklavierung hinter sich hat. Das keine Verunreinigungen drin sind. Meiner Meinung nach ist alles böse, was man so über dieses B17 so liest. Und „Arzneimittelbehörde warnt“ und „alles ganz gefährlich“. Wir machen das seit 2014 und es ist überhaupt nichts passiert. Aber man muss auf die Qualität achten, wie immer im Leben. Aus den Aprikosenkernen, das ist also der Grundstoff, wird dieses zyanogene Glykosid gewonnen. Amygdalin ist so eine Benzaldehyd-Struktur mit der Zyan-Verbindung oben dran. Unten sind so zwei Zuckerärmchen dran. Und so lang die Zuckerärmchen dran sind, ist Amygdalin komplett stabil. Wenn wir das jetzt zu uns nehmen würden, geht das hier rein und unten wieder raus. Also das macht im Körper gar nichts. Aktiv wird das erst in den Zellen, die vermehrt Zucker aufnehmen. Da sind wir wieder beim Metabolismus. Wer ist das? Die Tumorzelle. Von daher haben wir eine selektive Wirkung, weil Tumorzellen, diese Beta-Glukosidasen zu einem wesentlich höheren, tausendfach ausbilden und dadurch diese Zuckerärmchen abschneiden können, mit dem Enzym Beta-Glukosidase und Amygdalin so seine Wirkung entfaltet. Auch die Entgiftungsenzyme, das ist ja auch bei Vitamin C so, dass da die Zelle durch das ganze Wachstum, durch die Entartung usw. nicht mehr so gut entgiften kann. Damit wird auch die Rhodanase weniger ausgebildet, so dass sich die Blausäure in Krebszellen vermehrt anreichern kann. Deshalb sind wir jetzt auch vermehrt wieder dazu übergegangen, Amygdalin täglich zu geben über drei, vier Wochen. Es ist schon anstrengend für die Leute, bringt aber nochmal andere Ergebnisse. Gerade in Verbindung mit DMSO und DCA ProcCluster Procain. Und dann kommt immer noch ein Add-on dazu, z.B. Artesunate oder Vitamin C oder Curcumin. Also so gehen wir vor in der Verbindung mit der Hyperthermie. Damit haben wir die besten Ergebnisse. Das Bundesinstitut für Arzneimittelsicherheit hat sich auch zu Amygdalin gemeldet, aber unterscheidet ganz klar orale Einnahme in Kapselform, in Form von Aprikosenkernen zum hochrein intravenös verabreichten. Und das haben sie als unbedenklich eingestuft. Trotzdem, Heilpraktiker dürfen es meines Wissens nicht geben.

Biologische Tumortherapie mit Artesunate

Einsatz von Artesunate in der biologischen Krebstherapie

Artesunate, indischer Beifuß ist eine sehr starke biologische Tumortherapie aus meiner Sicht. Macht auch am ehesten Nebenwirkungen, also gerade im Bereich des Blutbilds. Das wird immer propagiert, es einmal täglich zu geben. Wir geben es jetzt eher zwei oder dreimal pro Woche. Diese Fenton-Reaktion praktisch, die Bildung von Sauerstoff-Radikalen in eisenhaltigen Zellen ist schon eine stärkere Therapie, also das ist schon so ein bisschen „Chemo-light“, aber wir sind froh es zu haben, weil wir gerade bei schnell wachsenden Tumoren das gerne einsetzen. Und manchmal muss man halt mal reingrätschen. Da bringt es nichts, wenn man da ewig nur sanft vor sich hin macht. Da muss man halt auch mal ein bisschen mehr Tox bringen. Die selektive Wirkung, z.B. hier beim Versuch im deutschen Krebszentrum, bei der nur die Tumorzellen / Brustkrebszellen in den Zelltod geschickt werden.

Die Frage ist immer, ob man das Eisen vorneweg geben muss oder nicht. Wir haben es früher viel mehr gemacht. Mittlerweile machen wir es weniger und sehen nicht weniger Erfolge. Eisen ist immer so ein heikles Thema, viele Patienten haben auch Angst davor. Wir geben sonst viel Eisen bei Krebs und da muss ich sagen, nur wenn wirklich auch starke Müdigkeit da ist und Feretin meinetwegen unter 30, 25 ist, geben wir Eisen. Aber ansonsten eher nicht. Oft ist Feretin durch die Entzündungsreaktion ja eher hoch.

Biologische Tumortherapie mit Curcumin

Einsatz von Curcumin in der Krebstherapie: Hemmung des NF-kappaB-Signalweges (zentraler Motor für Kreszellwachstum und Entzündung), Schutz gesunder Zellen vor UAW der Chemotherapie

Curcumin auch allseits bekannt. Kurcuma hemmt NF-kappaB, einen der Haupttrigger für Entzündung und Tumorzellwachstum. Curcumin hemmt 94 der bisher bekannten 106 Signal-Übertragungswege des Tumors. Also eine ganze breite Tumorbremse, Entzündungsbremse. Und löst eben auch Apoptose in der Krebszelle aus. Was sehr wichtig ist, ist das Curcumin ein Sentiziser ist für eigentlich alles: Für Chemotherapien, für ganz wichtige Platin-Verbindungen, 5FU, Taxol, Vinorelbin, Gemcitabine werden alle verstärkt durch Curcumin. Auch die Bestrahlung wird verstärkt, auch die Wirkung der Hyperthermie wird verstärkt. Das ist schon ein guter Begleiter. Und gleichzeitig kann Curcumin auch die gesunden Zellen schützen durch die anti-oxidative Wirkung. Curcumin unterscheidet genauso wie Selen zwischen einer Tumorzelle und einer gesunden Zelle. Also das ist auch nochmal wichtig. Sonst könnten wir denken „anti-oxidativ“ und Chemotherapie passt nicht zusammen. Aber man hat gesehen, dass hier eine sensibilisierende Wirkung der Krebszelle ausgelöst wird und dadurch die Chemotherapie besser wirken kann.

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Biologische Tumortherapie mit Hochdosis Vitamin-C

Hochdosis-Vitamin-C in der Tumortherapie: Wir pro-oxidativ und zytotoxisch, vermindert Entgiftung der Tumorzelle, vermehrte Bildung von Wasserstoffperoxid was den Zelltod zur Folge hat

Vitamin C kennt jeder. Weil es hier um Tumortherapie geht, habe ich es als oxidativ beschrieben, nicht anti-oxidativ. Unserer Meinung nach fängt das zytotoxische, pro-oxidative erst bei 30 Gramm so richtig an. Die Krebszelle ist porös. Das heißt, vermehrt tritt Vitamin-C auch in die Krebszelle ein und kumuliert dort und kann eben auch durch das Fehlen der wichtigen Enzyme Superoxiddismutase und Katalase nicht mehr genügend entgiftet werden. Es entsteht Sauerstoffperoxid. Das kann den Zelltod auslösen. Verstärkung von Chemotherapien und Bestrahlung und Hyperthermie. Stimulation der natürlichen Killerzellen, die ja bei Krebs so wichtig sind, weil sie unspezifisch alle Krebszellen erreichen. Auch Stimulation des TH1-Schenkels. Wir haben in der Krebssituation eigentlich immer den TH2-Shift. Was ein Riesenproblem ist, weil der alte, archaische TH1-Weg einfach gebraucht wird, gegen Bakterien, gegen Viren, gegen Krebs.

Stimulation der natürlichen Killerzellen, die so wichtig sind, weil sie eben auch ohne Rezeptor-Kontakt unspezifisch Tumorzellen abtöten können. Wir brauchen viele Zellen, aber auch sehr aktive Zellen, natürliche Killerzellen in der Situation einer Krebserkrankung. Und natürlich auch die TH1-Antwort. Bei Krebs gibt es immer den TH2-Shift. Das heißt, das Immunsystem steht auf der Bremse. Dies wichtige TH1-Antwort gegen Bakterien, gegen Viren, gegen Krebs findet zu wenig statt und wird hier durch Curcumin unterstützt. Wir haben auch wesentlich weniger Nebenwirkungen der Therapie, viel besseres Allgemeinbefinden und von daher ist es natürlich der Klassiker für jeden eigentlich. Auch in der 15g, auch 7,5g als anti-oxidative Therapie. Aber durchaus wird es eben auch sehr gut 30g vertragen, 45g, 60g machen wir seltener. Wir lesen auch immer wieder in den Befunden grad beim […]-Karzinom, diese KRAS- und BRAF-Mutationen, da wird nochmal über den Glut1-Rezeptor deutlich mehr Vitamin C in die Zelle aufgenommen. Also die reagieren meiner Erfahrung nach, gerade die Pankreas-Karzinome ausgesprochen gut auf Vitamin C in hohen Dosierungen.

Lokale Tiefen-Hyperthermie (Oncothermie)

Lokale Tiefenhyperthermie (Oncothermie) - Verstärkung der Chemotherapie und biologischer Krebstherapie über Ansprache der Krebszellen durch Resonanz

Tiefen-Hyperthermie, die kapazitative Hyperthermie oder Oncothermie, wie es die Firma für sich nennt. Da geht es um den Unterschied wieder in der Tumorbiologie. Die Tumorzelle hat ein vermindertes Membran-Potenzial. Also nicht mehr die klassischen -70mV, wie wir es alle in der Physiologie gelernt haben. Sondern so -30 bis -45mV. Also der knackige Apfel ist so ein bisschen schrumpeliger geworden und da ist weniger Spannung drauf. Dadurch hat sich auch das ganze elektromagnetische Feld, also diese Tumor-, Mikro-Umgebung verändert und wir haben ein komplett anderes Resonanz-Verhalten. Während gesundes Gewebe bei 100MHz ungefähr in Resonanz geht und sich erhitzt, geht das Tumorzellgewebe schon zwischen 10 und 16MHz in Resonanz. Der Dr. Sasch hat damals rausgefunden, dass bei 13,56MHhz so ein Peak ist, wo wir viele Tumorzellen zum Erhitzen bringen und von daher ist das Oncotherm-Gerät das Sie hier sehen, so eingestellt. Wir haben es jetzt seit fünf Jahren. Es ist unendlich teuer dieses Gerät und auch die Wartung ist unendlich teuer, aber wir haben gesehen, dass dadurch die biologische Therapie deutlich besser ist, aber auch Low-Dose-Chemotherapien. Es ist ein moduliertes Feld, also die Wirkung entsteht nicht nur durch die Hitze allein, sondern einfach dadurch, dass der Tumorknoten in einem Feld ist, aber auch durch die erhöhte Perfusion können alle parallel verabreichten Therapien wie z.B. B17, Artesunate usw. verstärkt wirken. Es ist auch ein Sensitizer für die Strahlentherapie. Immunstimulierend. Hat viele Vorteile und wird vom Patienten auch als extrem angenehm empfunden. Wir haben jetzt auch so einen kleinen Trakt geschaffen, wo die Patienten auch so ein bisschen Ruhe haben. Es ist sehr angenehm. Die Elektrode ist das, auf dem man drauf liegt und dann haben wir so eine Matte als Elektrode und zwischendrin sind die Tumorknoten und werden so in ein elektromagnetisches Feld gebracht.

Ganzkörper-Hyperthermie

Ganzkörper-Hyperthermie: Ab 39,5°C entsteht in der Tumorzelle Sauerstoffmangel, welcher Apoptose auslösen kann, Bildung von Hitzeschockproteinen, Verstärkung der Chemotherapie / biologischer Krebstherapie / Bestrahlung

Der Satz kommt bei jedem Vortrag: „Gebt mir die Macht, Fieber zu erzeugen und ich heile euch jede Krankheit.“ Galenos von Pergamon im 2. Jahrhundert vor Christus. Wir machen keine extreme Ganzköper-Hyperthermie, für die man einen Anästhesisten brauchen würde. 42 Grad Celsius ist uns zu heftig. Aber auch schon bei 39,5 Grad entsteht schon teilweise Sauerstoffmangel im Tumorknoten, so dass auch da wieder andere Therapien verstärkt werden können, die Apoptose vermehrt ausgelöst wird. Außerdem haben wir das Phänomen, dass manche Tumorzellen überhaupt nicht mehr durch das Immunsystem erkannt werden. Sogenannte Hitzeschock-Proteine können sie dann wieder markieren und praktisch dem Angriff des Immunsystems auf die Krebszelle wieder starten. Verstärkung der Chemotherapie, Bestrahlung und biologische Therapien. Was auch noch ganz spannend ist: Diese Ganzkörper-Hyperthermie macht so ein Reset. Das macht sie auch bei einer Depression zum Beispiel. Es gibt Studien, dass eine einzige Hyperthermie-Anwendung bei Depression über sechs Monate bessere Ergebnisse bringt als Citalopram. Weil durch dieses Fieber, durch das Ausschwitzen, nochmal „auf den Knopf gedrückt wird“ und alles wieder von vorne anfängt. Und wir setzen es natürlich auch ein in Serien, z.B. alle zwei bis drei Tage, um das Immunsystem zu stimulieren.

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Zirkulierende Tumorzellen

Zirkulierende Tumorzellen / personalisierte Krebstherapie: Bestimmung einer Vielzahl molekularbiologischer Zellmarker, Chemosensitivitätstestung

Zirkulierende Tumorzellen, sogenannte „Personalisierte Krebstherapie“ ist grundsätzlich eine gute Idee. Wichtig ist mir nur: Es gibt auch Labore, die sich nur auf EpCam konzentrieren und sagen, sie würden Tumorzellen finden. Die Anzahl der Tumorzellen lässt dann schon ahnen, dass da viel zu viele sind. Um Tumorzelle zuverlässig zu beschreiben und sicherzustellen, dass es wirklich ein ist, braucht es viele Marker. Stammzellenmarker zum Beispiel, CD44, CD133, epitheliale Marker, Metastasierungsmarker, Endothel-Marker. Je mehr Informationen wir über die Tumorzelle sammeln, desto sicherer können wir uns sein, dass es tatsächlich eine Tumorzelle ist. EpCam ist sehr unspezifisch und kann auch bei jeder Entzündung auch stattfinden. Wenn ich jetzt zehnmal Vitamin C gebe ist der Marker unten, aber dem Patienten ist nicht geholfen. Weiterhin wichtig ist, dass man auch eine Chemosensitivitätstestung macht, um zu prüfen, welche gängigen Chemotherapien oder auch biologischen Therapien darauf wirken. Viele Patienten wollen das, fordern es sogar ein. Kann ich auch gut verstehen. Wir diskutieren auch, wo wir die ganzen Infusionen herstellen oder auch gerade im Rahmen mit den Biologen bei MTX-HSA mit Grundlagen-Wissenschaftlern. Bio-Chemiker, Biologen usw. und gerade die Tumor-Biologen sind sich da manchmal gar nicht so sicher, ob die Zelle die dann rausgeschickt wird in die Blutbahn um zu metastasieren, wirklich so viel zu tun hat mit der Zelle im Tumorknoten. Das wissen wir nicht. Ich kann nur sagen, dass die Tumorknoten nicht nur aus Tumorzellen bestehen, sondern dass da viele Bindegewebszellen, Immunzellen, das sind so praktisch Verbünde aus den verschiedenen Zellen, wie so ein Dorf, die da miteinander so eine neue Infrastruktur bilden. Ob das dann immer so ist, dass der Stoff, der dort am besten anschlägt, wirklich auch den besten Therapieerfolg bringt? Ich kann es nicht sagen. Wir gehen so vor, dass wir immer erstmal aus der Erfahrung heraus handeln, durchaus auch aus der schulmedizinischen Erfahrung. Also wenn das Tumorboard Carboplatin-Taxol empfiehlt, dann mache ich erstmal eine IPT mit 20% Carbo, 20% Taxol und schaue dann mal, wie weit wir damit kommen. Oder zum Beispiel beim Amygdalin / B17 ist es manchmal so, dass es gar nicht so stark anzeigt in diesen Tests. Das liegt aber daran, dass jetzt Amygdalin nicht extrem toxisch ist, sondern eher tumorstatisch und dann mit anderen wie z.B. Artesunate, Curcumin einfach doch eine sehr gute Wirkung hat. Und da habe ich manchmal schon fast den Eindruck, wenn der Patient sieht, „Amygdalin 15%“, dass er schon durch die negative Erwartungshaltung eher verunsichert wird. Ich will es nicht schlechtreden. Wir machen es. Wir machen es auch relativ häufig. Aber kostet ja auch 2.000 Euro. Da kann man schon mehr Therapie machen. Aber man muss irgendwie immer schauen: Wenn es der Patient will, ist es sicherlich keine schlechte Sache, es ist aber auch nicht alles.

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TKTL1/APO10 und Tumormarker

TKTL1/APO10 und Tumormarker

Zu TKTL1 und APO10 hat Hr. Coy vor längerer Zeit im Deutschen Krebsforschungszentrum geforscht. TKTL1 ist ein guter Marker finde ich, wenn man ihn nicht als Tumormarker sieht, sondern als Biomarker. Dieser steht hauptsächlich dafür, das vermehrt Glukose in die Zelle aufgenommen wird. Ein Gen, das praktisch für ein Protein codiert, das vermehrt Zucker in die Tumorzelle aufnimmt. Also im Prinzip ist es der Biomarker zum PET/CT. Alles was im PET/CT orange aufleuchtet, wo mehr Zucker gebunden ist mit der radioaktiv markierten Substanz. Wenn wir das sehen, haben wir meisten auch TKTL1. Oder es gibt Leute, das gibt es auch bei Gesunden, oder vermeintlich Gesunden mit einer mitochondrialen Dysfunktion, das sind einfach Menschen, die wahnsinnig viel Zucker aufnehmen. Die haben dann auch ein höheres TKTL1. Die Hauptaussage ist, TKTL1 ist eigentlich der Verlauf, weniger so die erste Messung. Aber wir nehmen es trotzdem häufiger, um einfach zu sehen, ob wir noch richtig sind, ob noch eine Stabilität da ist. Und ist für uns nochmal ein Argument, für DCA und ProcCluster und Procain um diese Säureschutzmantel-Theorie nochmal aufzugreifen. Dass wir überhaupt mit unseren Therapien an den Tumor drankommen und in den Tumor reinkommen. Weil das der Hr. Coy ganz klar gezeigt: Wenn TKTL1 hoch ist, wirken die Chemotherapien nicht und auch das Immunsystem kommt auch gar nicht mehr dran, durch den Säureschutzmantel und die T-Lymphozyten werden eigentlich abgewiesen vom Tumor. Also das machen die schon recht klug. Und wenn man dann durch entsprechende Ernährungsformen, der Coy hat da ja auch eine ganze Industrie aufgebaut, also eine kohlenhydratarme Kost, ketogene Kost mal zumindest vorübergehen, kann man da nochmal deutlich besser auch in Verbindung mit DCA und ProcCluster Procain behandeln.

APO10 ist ein Marker für eine Apoptose-Störung. Das ist jetzt eher so ein Wachstums- … also das kann auch mal Polypen hoch sein. Aber wir schauen die immer zusammen an. Entwickeln sich häufig auch parallel. Wenn also auch APO10 erhöht ist, dann ist der Tumor sozusagen von der Apoptose entkoppelt und wächst dann nicht mehr. Hat sich dann den Kontrollmechanismen entzogen. Wir machen auch viel Tumormarker, machen wir seit zwei Jahren auch selbst in der Praxis, so dass wir dann auch nach anderthalb Stunden das Ergebnis haben. Das ist sehr schön, weil wir dann auch mal schlechtere oder auch mal gute Ergebnisse dann direkt mit dem Patienten besprechen können und dann nochmal anrufen müssen. Ich halte viel von Tumormarkern. Wir machen die auch innerhalb der Norm. Es gibt z.B. viele Brustkrebspatientinnen, die haben jetzt z.B. einen CA15-3 von 32. Bis 35 normal würde der Onkologe sagen. Wenn wir aber eine Therapie machen und sehen, der geht auf 17 runter oder 12. Dann ist das nicht per Zufall so. Wenn wir das häufiger machen, damit meine ich jetzt nicht jede Woche, haben wir auch schonmal gemacht. Aber dann haben wir gemerkt, wir machen die Leute verrückt. Also wir machen es dann einmal im Monat oder alle sechs Wochen. Aber wenn wir dann einfach sehen, dass wir eine Stabilität haben. Also gerade habe ich jetzt nur mit Amygdalin, DCA/DMSO und Artesunate eine Patientin die wir am Anfang vier Wochen am Stück behandelt. Die ist gestartet mit Brustkrebs mit einem Marker mit 127 und im Moment stehen wir bei 27. Und das ist eineinviertel Jahre später. Die Patientin wurde damals nach Hause geschickt zum Sterben. Sie hat die schulmedizinische Behandlung nicht vertragen. Wir sind mittlerweile so weit, dass wir nur noch alle 14 Tage behandeln und trotzdem sinkt der immer noch ein bisschen. Das ist eine stabile Situation. Die Patientin ist fit, steht jeden Morgen um 7 Uhr auf, putzt ihr Haus, ist knapp 80 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit. Und mit so ein bisschen Therapie braucht man nicht immer eine Chemotherapie. Aber da haben wir jetzt schon bestimmt zehn Werte vom 15-3er. Aber da brauche ich auch kein TKTL1 APO10 für 250 Euro. Ich glaube der 15-3er kostet glaube ich 16,80 Euro. Da kann ich dann auch für günstiges Geld einfach schauen wie das Follow-Up ist.

Regulationsmedizin – Übersicht

Regulationsmedizin: Was hat das
Regulationsmedizin bestehend aus Mängeln, Belastungen, Immunsystem, Mitochondrien, Vegetativum, psychische / energetische Blockaden

Dann noch kurz zur Regulationsmedizin. „Jetzt bin ich operiert, hab Chemo bekommen, Bestrahlung etc. – reicht das?“ Aus unserer Sicht nicht. Wir fragen uns immer auch, was vor der Erkrankung war. Was müssen wir machen, gibt es eine Toxin-Belastung, gibt es andere Regulationsstörungen und was kann der Patient selber tun? Das Fass kennt jeder Regulationsmediziner. Ich will da nur schnell drüber gehen. Aber es ist ganz wichtig, nicht nur wild um sich zu schießen gegen so die Toxizität gegen Tumorzellen, sondern auch die grundlegenden Regulationsstörungen wie Mangelzustände, wie Belastungen praktisch zu beseitigen. Die Entzündungen sind hier auch noch nicht drin, aber die ist auch noch wichtig. Also wenn ich eine TNF-Alpha-Erhöhung habe oder eine Indifferent-Gamma-Erhöhung habe, dann habe ich einen permanenten Trigger für Krebs. Also da muss man dann auch mit entsprechenden naturheilkundlichen Substanzen die Entzündungen löschen. Dann das Immunsystem bei Krebs sehr zentral. Das muss rekonstruiert werden. Der Tumor versucht das Immunsystem regelrecht zu versklaven und zu hemmen in den TH2-Schenkel reinzudrücken. Und da müssen wir auch immer wieder schauen, dass wir das Immunsystem aufbauen, die Killerzell-Aktivität hochhalten. Mitochondrien sind eine zweischneidige Sache, weil zur Not kann man auch mal die falschen Mitochondrien stimulieren. Vegetativum, klar das neuraltherapeutische Thema: Wenn jemand komplett in einer Starre drin ist, im Sympathikotonus, dann kann man dem auch für 10.000 Euro eine Therapie machen, sie wird an ihm vorbeilaufen. Wenn man da nicht eingreift, bei uns haben sie fast alle Procain-Basen-Infusionen oder Störfelder werden beseitigt. Und da muss eben das Vegetativum auch behandelt werden. Und die psychischen, energetischen Blockaden sind ganz wichtig.

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Was kann der Patient selbst tun?

Was kann der Patient selbst tun: Ernährung reich an Vital- und Ballaststoffen, vegan/vegetarisch, mediterran, arabisch; Zucker, Weißmehl, Michprodukte und Alkohol meiden; Bewegung

Wir sind keine Freunde irgendeiner einseitigen Ernährung. Ketogene Kost muss man auch erst mal aushalten. Das kann man zwei, drei Wochen machen, aber dann rennt einem schon der Partner davon so ungefähr. Das ist wirklich schwer durchzuhalten. Spaß am Essen muss sein, man muss halt schauen, dass man in eine andere Küche reinkommt: Mediterran, arabisch, südostasiatisch. Muss reich an Vitalstoffen sein. Milch, Zucker, Weizen sind die drei Dinge, wo man sich schnellstmöglich an die Wand fahren kann, das wissen sie auch. Ich finde wir brauchen heute gar nicht so lange für eine Ernährungsberatung. Die Leute wissen das alles selbst. Es gibt die Ernährungsdocs. Wer sich vegan, vegetarisch ernähren will, ja. Aus meiner Sicht muss es nicht unbedingt sein. Das ist meine Meinung. Ich würde es nur machen, wenn ich ein Prostata-Karzinom hätte, weil da wirklich der Weg sehr stark über die Beta-Oxidation geht. Aber ansonsten: Bewegung sag ich jetzt auch nichts dazu, weiß auch jeder.

Was kann der Patient selbst tun Krebs Tumortherapie: Psyche, Auflösung psychischer Konflikte, Annahme, Vergebung, Leben im Moment, Stimulation des Immunsystems und der Mitochondrien

Die Psyche haben wir stark im Fokus und wird uns auch immer wichtiger. Bei uns muss jeder eine Form der Meditationstechnik erlernen. Das bringt wahnsinnig viel. Ich habe am Montag eine Patientin aufgenommen, mit so einer [großen] Amygdala. Der habe ich gesagt: „Ich kann Sie so nicht behandeln.“ Natürlich haben wir sie auch mit Infusionen ein bisschen runtergekriegt. Wenn die nicht ein anderes Mindset bekommt, wenn sie in der Angst drinbleibt, dann werden ihr unsere Therapien auch nicht helfen können. Davon bin ich ganz überzeugt. Ob wir das tatsächlich in der palliativmedizinischen Situation noch den zugrundeliegenden psychischen Konflikt lösen können, weiß ich nicht. Aber wichtig ist auf jeden Fall, dass man ein anderes Mindset bekommt. Weil eben auch die Psyche Psychoneuro-Immuniologie kennt auch jeder, auch das Immunsystem beeinflusst. Das ist für uns spürbar im Alltag, dass da sehr viel geht.

Ich habe eine junge Patientin mit einem Mammakarzinom, sogar hier aus der Gegend, aus dem Elsaß. Die schafft es seit zwei Jahren nur Meditationstechniken und ein bisschen Detox bei mir bei einer sehr starken Quecksilber-Belastung allerdings, schafft es ihren Tumor stabil zu halten. Die hat bei mir gar keine Krebstherapie. Das ist verrückt. Die geht dann immer in die Uniklinik Freiburg und die sagen: „Naja, keine Ahnung was der Gaßmann macht, er soll das mal weiter machen.“ Im Prinzip ist die diejenige die nur ein intensives Arbeiten von zwei bis drei Stunden fokussiert mit ihren eigenen Methoden. Die hat da ihren eigenen spirituellen Weg gefunden, eine Lungen- und Leber-Metastasierung beim Mammakarzinom stabil hält. Das ist wirklich toll. Die war heute da. Ich habe ihr gesagt: Wir haben so viel von ihr gelernt, über das Thema Mediation und diesen Weg, das war wirklich für uns auch sehr ergreifend. Das geht jetzt schon lange. Die Patientin haben wir jetzt schon zwei Jahre.

Dankbarkeit ist ein ganz wichtiges Stichwort für mich. Das primäre Antidot gegen Angst. Man kann sich gar nicht vorstellen, für was man alles dankbar sein kann, auch als Krebspatient. Und es hilft den Leuten sehr gut, auch so ein Tagebuch zu führen. Annahme, Vergebung, Eckard Tolle, Joe Dispenza oder eben auch natürlich auch ganz andere Methoden aus ihrer Gruppe. Wunderbar. Ganz, ganz wichtig. Ohne das geht es nicht. Auch die ganze biologische Medizin. Wir sind jetzt schon für den Bio-Anteil da. Aber deswegen ist natürlich auch eine Kooperation sehr schön. Wenn die Leute auch da nochmal Spezialisten haben, Konflikt mit anderen Methoden. Ob das jetzt Psycho-Kinesiologie oder was auch immer ist. Da gibt es sehr wirksame Verfahren, die da nochmal ergänzen zu dem was wir jetzt eher aus der Bio-Ecke oder schon an der Schulmedizin angelehnt mit Chemotherapien machen. Da sehe ich große Synergie-Effekte.

Damit wären wir am Ende des Vortrages angelangt.

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Praxisklinik Dr. Gassmann im schönen Münstertal (Schwarzwald)

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